Friedhof IV (1855-1892)
Nur zwölf Jahre später, im Jahre 1855, wurde der Friedhof IV am Galberg links der Sonneborner Straße angelegt, wo heute Einfamilienhäuser stehen. Die schöne Lage am Bergeshang verlieh ihm einen besonderen Reiz. Er war größer als die zuvor genannten. Im wesentlichen wurde aber die Tradition der Friedhöfe II und III weitergeführt. Neben guß- und schmiedeeisernen Ausführungen waren die meisten Grabmale aus Seeberger Sandstein.
Auf diesem Friedhof ruhten
Peter Andreas Hansen (1795-1874):
Gothas bedeutendster Astronom und Direktor der Sternwarte auf dem Seeberg;
August Petermann (1822-1878):
berühmter Geograph und Kartograph;
Carl Friedr. August Schäfer (1796-1880):
Postmeister, Gründer des Schäferstiftes;
Gustav von Henning (1798-1880):
Regierungs- und Oberconsistorialrateh, Ehrenbürger der Stadt Gotha;
Gustav Eberhardt (1805-1880):
Geheimer Regierungs- und Baurat, Erbauer des ehemaligen Gothaer Theaters, des Marstalls, der katholischen Kirche sowie des Schlosses Reinhardsbrunn;
Carl Stollberg (1819-1880):
Gründer des "Gothaischen Tageblattes";
Karl Friedr. Lucian Samwer (1819-1882):
Geheimer Rat im herzoglichen Ministerium und Vertreter des Ministers v. Seebach;
Ludwig Bohnstedt (1822-1885):
Berühmter Gothaer Architekt;
Gotthilf Albert Sterzing (1822-1889):
Landgerichtsdirektor, Vorsitzender des Deutschen Schützenbundes;
Hermann Berghaus (1828-1890):
bedeutender Karthograph;
Camillo Richard Frhr. Von Seebach (1808-1894):
gothaischer Staatsminister, Ehrenbürger der Stadt Gotha;
Wilhelm Pertsch (1832-1899):
Sprachgelehrter, Direktor der Friedensteinischen Sammlungen sowie
Gottlob Schneider (1835-1912):
Direktor der Gothaer Lebensversicherungsbank, Verfasser des Gothaer Gedenkbuches.
Einige künstlerisch und historisch wertvolle Grabmale der alten nicht mehr existierenden Friedhöfe I-IV wurden der Nachwelt erhalten. Sie präsentieren sich heute auf der Ausstellungsfläche exponierter Grabmale des Gothaer Hauptfriedhofes sowie auf der Rückseite und den Seiten der Wartehalle, die gegenüber dem Krematorium liegt. Einige andere befinden sich in der Augustinerkirche. So finden Sie dort die Grabmale des Reformators Friedrich Myconius und des Professors Johann Georg August Galletti.
